Made In Europe > Spanien & Portugal
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Spanien Bedingt durch das faschistische Regime General Francos war es der spanische Populärmusik jahrzehntelang kaum richtig Fuß zu fassen. Nichtsdestotrotz hatte gerade die US-amerikanische und britische Musik, speziell Rock’n’Roll, durchaus großen Einfluss auf das spanische Publikum und die Musiker Spaniens. Das Benidorm International Song Festival, welches bereits 1959 gegründet wurde, war eine der wenigen frühen Bühnen für spanische Musik der Gegenwart. Inspiriert durch vor allem das San Remo Music Festival in Italien, etablierten sich weitere ähnliche Musikfestivals in Barcelona, Mallorca oder auf den Kanarischen Inseln. Zahlreiche der wirklich großen spanischen Popstars kamen aus diesen Festivals hervor. Während der 60er und 70er Jahre eröffnete der große Tourismusboom den Zugang zu musikalischen Genres und Stilen Resteuropas und US-Amerikas. Einen richtigen Boom der spanischen Musikindustrie gab es aber erst Anfang der 80er Jahre. Bedingt durch die La Movida Madrileña – Bewergung nach dem Tod Francos, gab es eine regelrechte Explosion an neuer Kunst, Film und Musik. Gleichzeitig mit der Punkwelle in England und der Neuen Deutschen Welle in der damaligen BRD entwickelte sich auch in Spanien eine starke Rock-, Punk- und Pop-Wave-Bewegung. Bekannteste Vertreter sind u.a. Los Toreros Muertos, Mecano oder Nacha Pop. Die spanische Musik der Gegenwart umfasst mittlerweile sämtliche Musikstile, die auch im Rest der Welt verbreitet sind. Elektonik und Eurodisco, ebenso, wie Blues, Rock, Punk, Ska, Hip-Hop oder Pop. Portugal Die wichtigste Musikform Portugals ist der Fado, ein Musikstil, der sich in den Armenvierteln Lissabons entwickelte und neben arabischen Elementen viele verschiedene Tonhöhen und Molltöne beinhaltet. Dieser wohl populärste Musikstil bildet einen Gegensatz zu den temperamentvollen Rhythmen und Musikgenres der Spaniern. Eine der berühmtesten Vertreterinnen des Fado ist die Musikerin Mariza. Zu den heute im deutschsprachigen Raum bekanntesten, vom Fado beeinflusste, Gruppen, zählt wohl Madredeus mit der Sängerin Teresa Salgueiro. Im Popmusik-Genre hat sich in Portugal der Hip Hop Tuga entwickelt, eine speziell für Portugal adaptierte Version des Hip-Hop gespickt mit Einflüssen des Reggae und afrikanischer Musik. Bekannteste Vertreter des Hip Hop Tuga sind u.a. Valete, Da Weasel, Boss AC oder Sam the Kid. |
Playlist > 23.04., 20Uhr & 25.04., 22Uhr
1. Orishas – Bruja2. Dover – Let Me Out
3. Pignoise – Sin Ti
4. Macaco – Sideral
5. La Oreja De Van Gogh – Jueves
6. Killer Barbies – Candy
7. Ska-P – Crimen Sollicitationis
8. Moonspell – Night Eternal
9. Mägo De Oz - Y Ahora Voi A Salir
10. Lori Meyers – Luces De Neón
11. Buraka Som Sistema – Sound Of Kuduro
12. Ojos De Brujo – Sultanas De Mercadillo
Zu einigen ausgewählten MusikerInnen gibt's unten stehend nähere Infos und weiterführende Links!
Macaco
Die spanische Band Macaco wurde 1997 von Dani und El Mono Loco (dem verrückten Affen) gegründet. Macaco war und ist ebenso kosmopolitisch wie ihre Heimatstadt Barcelona. So kann die Band auf Mitglieder aus Spanien, Argentinien, Kolumbien, Kuba, Venezuela und Brasilien zählen! Macaco kreierte den „Sonido del puerto de Barcelona“, den Sound von Barcelonas Hafen und gewann mit ihren ansteckenden Dance Rhythmen nicht nur in Spanien, sondern auch in zahlreichen weiteren europäischen Ländern eine große Zuhörerschaft. ![]() |
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Orishas
Die Idee, eine Musikgruppe zu gründen, die sowohl Reggeaton, moderne Hip-Hop- und Rap-Elemente, als auch kubanische Volksmusik vereint, war der Grundstein der Gründung von Orishas. Yotuel „Guerrero“ Manzanares, Hiram „Ruzzo“ Riveri und Roldan Rivero nannten sich Orishas, nach den Göttern des Santería-Glaubens, eine Mischung zwischen Katholizismus und afrikanischen Religionen in Kuba. Zusammen arbeiteten sie ein ganzes Jahr an ihrem ersten Album, welches 2000 unter dem Namen „A lo Cubano“ erschien und die Orishas zu Stars des spanischsprachigen Hip-Hops machte. Dank dieses Erfolges konnten sie ihr Debüt auch in anderen Ländern veröffentlichen. Mittlerweile sind die Jungs bei EMI Spain unter Vertrag und haben 2008 ihr fünftes Album „Cosita buena“ veröffentlicht. Angeblich hörte sogar Fidel Castro die Musik der außergewöhnlichen Musiker.![]() |
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Moonspell
Die Gothic-Metal Band Moonspell wurde 1989 gegründet. Bis 1992 nahm die Band einige Demos auf, bis sie schließlich ihren Stil fanden und sich für den heutigen Bandnamen „Moonspell“ entschieden. 1994 spielten sie zusammen mit Cradle of Filth auf einem Konzert in Lissabon, Portugal. Kurz darauf veröffentlichten sie ihre zweite EP Under the Moonspell und erhielten kurzerhand auch gleich mal einen Plattenvertrag mit Century Media. Ihr Debütalbum Wolfheart brachte ihnen 1995 den Durchbruch. Seitdem sind die Jungs nicht nur unaufhörlich auf Tour, sondern brachten auch bisher ingesamt neun Alben auf den Markt. |
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Ojos de Brujo
"Ojos de Brujo" bedeutet „Die Augen des Hexers“. Neben Manu Chao ist die achtköpfoge Formation gegenwärtig wohl die erfolgreichste Gruppe der Mestizo-Musik Bewegung in Barcelona. 2003 gewannen sie sogar einen BBC Award for World Music. Ojos de Brujo zeichnen sich durch ihren unverwechselbaren Musik-Stil aus, der sich aus Flamenco, Hip-Hop und Rumba Catalana zusammensetzt. Sie selbst nennen es "Hip-Hop Flamencillo".![]() |
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